CP2 Facebook Twitter

"Messbar sind nur die Klicks"

Christian Fröhlich: "Facebook" & Co. bieten Chancen für Firmen, bergen aber auch Risiken

Weiden. (uz) "Die digitale Zukunft kann man nicht mehr aufhalten", prophezeite Christian Fröhlich, der Chef der Altenstädter Werbeagentur CP2, den Mitgliedern der Mittelstands-Union im Hotel "Stadtkrug". Jeder müsse sich heute mit dem Thema "Facebook" beschäftigen. Noch seien eher überdurchschnittlich medienaffine Jugendliche Nutzer. Das werde sich ändern.
Beim "Twittern" und bei anderen Blogs liege das Durchschnittsalter der Nutzer schon wesentlich höher. Das Social Network sei nicht mehr aufzuhalten. "Unsere Kinder und Jugendliche wachsen damit auf." 800 Millionen Nutzer zähle "Facebook". "Youtube", das populärste Video-Portal, sei inzwischen auf 100 Millionen Einträge gewachsen. Zielgruppe: Personen jeden Alters.

Die seriöseste Plattform sei Xing. Hier tauschten sich vor allem Geschäftsleute aus. Wie Marketingassistentin Janine Hoch erläuterte, seien Internetplattformen hinsichtlich Mitarbeiterwerbung immer mehr im Kommen. Das Internet habe eine große Reichweite. Es diene, richtig genutzt, der Imagepflege des eigenen Unternehmens. "Man kann richtige Bewerbungsgespräche führen, kann aber auch Spionage betreiben."

Auch Jörg Johannes Fehlner, seit Juni PR-Manager bei CP2, sprach eventuelle Web-Nachteile an. Vor allem, wenn der Betrieb oder das Produkt öffentlich kritisiert würden. Er warb dafür, den Internetauftritt immer aktuell zu halten.
"Stell dein Licht nicht unter den Schemel", riet er: Es komme auf das jeweilige Unternehmen an, wie es sich darstelle. "Eine Werbeagentur zum Beispiel könnte ruhig auch mal lustige Sachen ins Netz stellen." Das löse dann oft ein positives Feedback aus. "Man sollte aber schon wissen: Wer ins Internet geht, wird gläsern."

Bekanntheitsgrad erhöhen
Über dieses Medium lasse sich der eigenen Bekanntheitsgrad erhöhen. Andererseits könne durch sogenannte "Posts" durchaus auch Druck ausgeübt werden. Fazit: "Social Media sind eine Chance im Unternehmensbereich, kann aber auch riskant sein." Die Frage von Mittelstands-Unions-Vorsitzendem Bernhard Schlicht, wie sich der Erfolg eines Internetauftritts für die Firma messen lasse, konnte Fehlner nicht abschließend beantworten. "Kann man nicht sagen, messbar sind nur die Klicks."

Sicher sei, dass etwa "Facebook" auch für Unternehmer interessant sei. Weil man kostenlos einen "Runden Tisch" aufbauen und jeden erreichen und mit jedem kommunizieren könne, sagte Fröhlich.