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Weiden verliert Werbeagentur CP2

Vergeblich um Verbleib im Stadtgebiet bemüht - 25-Mann-Firma geht nach Altenstadt
Ein herber Schlag für Weidens Wirtschaftsförderer. Nach dem Wegzug der Firma Fotobuch.de nach Neustadt/WN, verlässt nun der nächste Hochkaräter die Stadt. Die Werbeagentur CP2 - 25 Beschäftigte, vielfach ausgezeichnet - zieht von der Mooslohe nach Altenstadt/WN. Dort hat sie gemeinsam mit der Altenstädter Spezialdruckerei Druckeberger das leerstehende "New Business Center" gekauft.

CP2 und Druckeberger teilen sich den Bau im Haidmühlweg (zwischen "Jet"-Tankstelle und Ökologia). Zusätzlich ziehen im Erdgeschoss einige Betriebe zur Miete ein. Das "New Business Center" stammt aus einer Insolvenzmasse und gehörte zuletzt Arcon Immobilien. Druckeberger ist Spezialist für Drucke im Großformatbereich (Bandenwerbung, Fußböden, Glas, Plakate) und hat mit CP2 viele gemeinsame Kunden. Druckeberger wäre auch nicht abgeneigt gewesen, nach Weiden zu gehen, sagt Geschäftsführer Oliver Stahl. Es fand sich jedoch nichts Passendes. "Und Altenstadt hat ein hervorragendes Gewerbegebiet."
Tatsächlich gab es im Vorfeld Gespräche mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Objektbesichtigungen mit Wirtschaftsförderer Stephan Jarmer. "Es war einfach nichts Adäquates dabei", begründen die CP2-Geschäftsführer Christian Fröhlich und Matthias Ziegler den Wegzug. "Auch wenn der Wegfall der Gewerbesteuer schmerzt: wichtig ist, dass die Arbeitsplätze in der engeren Region blieben", betont Seggewiß, der auf das Geben und Nehmen mit dem Umlandgemeinden verweist. "Dafür siedelt ein Betrieb aus dem Landkreis nach Weiden Nord", deutet er an.

Weiden sei teuer. "Die Gebiete sind zudem nicht attraktiv", sagt Fröhlich. "Was will ich am Brandweiher?" Dort bestehe nicht einmal ein zeitgemäßer DSL-Anschluss. Altenstadt/WN verfüge in dieser Hinsicht über die höchste Qualitätsstufe. "Es gibt in Weiden kein Gebiet, das wirklich für Mittelständler attraktiv ist. Ich weiß, dass noch einige gehen wollen."

Jarmer versichert, dass sich die Stadt sehr um die Werbeagentur bemüht habe. "Wir haben dem Unternehmen verschiedene Objekte angeboten." Allerdings sei das Gebäude in Altenstadt für das Unternehmen unschlagbar günstig gewesen. "Da konnten wir nicht mithalten."

Fröhlich bestätigt diese Aussage. Jarmer habe sich sehr um eine Weidener Lösung bemüht. "Ein schwieriges Unterfangen für einen Wirtschaftsförderer", sagt Fröhlich: "Ich möchte nicht in seiner Haut stecken."